Brennstoffzellen: Revolution im Heizungskeller

Wer Erdgas allein zum Heizen verwendet, nutzt den Brennstoff unter Wert, sagen Forscher. Brennstoffzellen erzeugen aus Erdgas zusätzlich eine ganze Menge Strom. Das Strom-Wärme-Doppel hat allerdings seinen Preis.

Wenn uns kalt wird, entfachen wir ein Feuer. Da unterscheidet sich der moderne Mensch mit Gas-Zentralheizung nicht vom altsteinzeitlichen Homo erectus, der sein Lagerfeuer schürt. Doch nach 800.000 Jahren bekommt dieses bewährte Prinzip jetzt Konkurrenz: durch Brennstoffzellen-Heizgeräte, die ganz ohne Verbrennung auskommen.

Warm machen sie Häuser trotzdem – mit Hilfe einer einfachen chemischen Reaktion. In den Brennstoffzellen verbindet sich Wasserstoff mit Sauerstoff aus der Luft zu Wasser. Dabei wird Wärme freigesetzt. Den Wasserstoff gewinnen die Anlagen aus Erdgas, das sie aus dem Gasnetz beziehen. Dies geschieht durch einen sogenannten Reformer, der die Kohlenwasserstoffe aus dem Erdgas durch Katalysatoren in Wasserstoff verwandelt.

Richtig interessant werden die Brennstoffzellen aber erst durch einen anderen Effekt: Bei der Reaktion entsteht neben der Wärme zusätzlich auch Strom. Die Zellen wandeln bis zu 60 Prozent der im Erdgas enthaltenen Energie in Elektrizität um. Verglichen mit der getrennten Erzeugung von Strom und Wärme stoßen die Anlagen nur halb so viel Kohlendioxid aus.

Weiterlesen: http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/brennstoffzellen-erzeugen-aus-erdgas-eine-ganze-menge-strom-a-927427.html

Quelle: spiegel online vom 11.11.2013

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